API Design Fehler, die Projekte später teuer machen
Viele APIs funktionieren technisch – und sind trotzdem schlecht designt. Die Probleme zeigen sich nicht am Anfang, sondern ein Jahr später, wenn mehrere Clients, Integrationen und Teams darauf aufbauen.
1. Keine saubere Versionierung
„Wir brauchen keine Versionierung, wir ändern die API einfach vorsichtig.“
Das funktioniert genau so lange, bis:
- ein externer Partner integriert ist
- Mobile Apps alte Versionen nutzen
- Breaking Changes notwendig werden
Eine klare Versionierung (z.B. /v1, /v2) ist keine Bürokratie, sondern Risikominimierung.
2. Inkonsistente Response-Strukturen
Mal heißt das Feld userId, mal user_id, mal id.
Mal ist Pagination ein Objekt, mal ein Array.
Das kostet Zeit auf Client-Seite und erhöht die Fehleranfälligkeit. APIs sind Verträge – Konsistenz ist wichtiger als Eleganz.
3. Fehlerhandling ohne Konzept
HTTP 200 mit {"error": true} ist kein Fehlerhandling.
Saubere APIs nutzen:
- korrekte HTTP-Statuscodes
- strukturierte Fehlerobjekte
- stabile Fehlercodes für Clients
4. Auth als nachträglicher Gedanke
Auth gehört ins Design, nicht als spätere Ergänzung. Scopes, Service-Accounts und Token-Laufzeiten beeinflussen die gesamte Architektur.
Fazit
API Design ist Architekturarbeit. Gute APIs reduzieren langfristig Kosten, Supportaufwand und Reibung zwischen Teams.